Presseerklärungen 2008
Kinder schleppen zuviel in die Schulen mit
Eine Umfrage bei Eltern hat ergeben, dass Eltern überwiegend der Meinung sind (89%), dass ihre Kinder zu viele und nicht immer unterrichtsnotwendige Dinge in die Schule schleppen. Manche vermuten, dass dies bis „zu einer halben Bücherei“ ausarte und völlig überzogen sei.
Müssen die Kinder heute zuviel in die Schulen mitschleppen?
88,76% - Ja - die Kinder haben oft eine halbe Bücherei dabei.
11,24% - Nein - ein bisschen sportliches Training schadet nicht.
Immer mehr Eltern werden auch von der Schule aufgefordert, Utensilien für den Unterricht selbst zu beschaffen, obwohl die Lernmittelfreiheit in der Landesverfassung dies verbiete.
Die Höhe der zusätzlichen Ausgaben nehmen ständig zu, insbesondere dann, wenn in höheren Klassen in Schulen zum Teil ältere „Lehrwerke“ vorgehalten würden, deren Inhalt nicht mehr zeitnah seien.
Oft klagten die Schulkinder selbst darüber, dass Mitschülerinnen und Mitschüler nicht in der Lage wären, die notwendigen Unterlagen aus eigenen Mitteln zu beschaffen.
„Immermehr werden wir veranlasst Mitglied im Schulförderverein zu werden“, beklagte ein Familienvater mehrerer Kinder, „die dann armen Schülern notwendiges Material bezahlen“.
Dies ist eine Praxis, die landesweit zu beobachten ist, und die deutlich macht, dass insbesondere Familien mit mehreren Schulkindern sehr oft „auf Kante“ leben und äußerst sparsam haushalten müssen, so das Fazit des Deutschen Familienver bandes (DFV) in Baden-Württem berg.
Zum Schuljahresbeginn fordert der DFV alle Eltern auf, sich an der Gestaltung des Schulalltages ihrer Kinder nach Möglichkeit aktiv zu beteiligen und so nicht nur ihre elterlichen Erziehungs-, sondern auch Bildungsrechte engagiert einzubringen, erklärt Uto R. Bonde, DFV-Landesvorsitzender Baden-Württemberg.

